Hochvoltsystem
Sicheres Arbeiten beginnt mit dem korrekten Zustand des Hochvoltsystems und der Beachtung der jeweiligen Herstellervorgaben.
Mit der zunehmenden Elektrifizierung des Antriebs verändern sich auch die Anforderungen an Diagnose, Messtechnik und Sicherheit. BECKER-SYSTEMS hat diesen Bereich frühzeitig in die eigene fachliche Entwicklung aufgenommen.

BECKER-SYSTEMS hat eine Weiterbildungsmaßnahme zum Fachkundigen an Hochvolt-eigensicheren Fahrzeugen erfolgreich absolviert. Damit wurde die fachliche Grundlage geschaffen, Hochvoltsysteme von Elektro- und Hybridfahrzeugen nach Herstellervorgaben sicher spannungsfrei zu schalten und die erforderlichen Arbeiten am Fahrzeug vorzubereiten.
Gerade bei modernen Fahrzeugen ist die sichere Trennung des Hochvoltsystems nur ein Teil der Aufgabe. Ebenso wichtig sind eine strukturierte Diagnose, die Beurteilung der Systemzustände und das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Hochvoltsystem, Steuergeräten, Kommunikation und konventioneller Fahrzeugelektrik.
Auch beim Elektro- und Hybridfahrzeug bleibt die entscheidende Frage: Was ist die tatsächliche Ursache einer Beanstandung? Dafür müssen Messwerte, Signale, Steuergeräte und elektrische Zusammenhänge gemeinsam betrachtet werden.
Sicheres Arbeiten beginnt mit dem korrekten Zustand des Hochvoltsystems und der Beachtung der jeweiligen Herstellervorgaben.
Fehlerspeicher, Istwerte, Stellgliedtests und Systeminformationen helfen dabei, Fehler systematisch einzugrenzen.
Wenn Diagnoseinformationen allein nicht ausreichen, liefern elektrische Signale und Messungen zusätzliche Erkenntnisse.
Auch in elektrifizierten Fahrzeugen bleiben Steuergeräte, Kommunikationsnetze und elektronische Baugruppen zentrale Diagnoseebenen.
Die zunehmende Elektrifizierung macht eine saubere Verbindung von Diagnose und Messtechnik noch wichtiger. Ein Eintrag im Fehlerspeicher ist dabei ein Hinweis – nicht automatisch die Fehlerursache.
Mit Original-Diagnosesystemen, Multimarkentechnik und Spezialmesstechnik können technische Zusammenhänge überprüft und Signale gezielt untersucht werden. Das entspricht dem Grundgedanken der logischen Diagnose, der BECKER-SYSTEMS seit vielen Jahren begleitet.
Mehr zur Fahrzeugdiagnose
Mit der Elektrifizierung des Antriebs kommen zur bekannten Fahrzeugdiagnose zusätzliche technische und sicherheitsrelevante Ebenen hinzu. Die Diagnose beginnt deshalb nicht erst beim Fehlerspeicher, sondern mit dem Verständnis des gesamten Hochvolt- und Niedervolt-Systems.
Bei einem Elektro- oder Hybridfahrzeug arbeitet der Antrieb mit einem Hochvoltsystem. Bevor technische Arbeiten am Hochvoltsystem durchgeführt werden, muss dessen Zustand entsprechend den Vorgaben des jeweiligen Herstellers eindeutig beurteilt und – soweit erforderlich – sicher spannungsfrei geschaltet werden. Das ist ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Diagnose an einem konventionellen 12- oder 24-Volt-Bordnetz.
Für BECKER-SYSTEMS gehört deshalb, neben der eigentlichen Diagnose, auch die entsprechende Fachkunde für Hochvolt-eigensichere Fahrzeuge zur Grundlage der Arbeit. Die dafür absolvierte Weiterbildungsmaßnahme umfasst das sichere Spannungsfreischalten von Elektro- und Hybridfahrzeugen nach Herstellervorgaben.
Technisch betrachtet ist ein Elektrofahrzeug keineswegs „einfacher“, nur weil der Verbrennungsmotor entfällt. An die Stelle vieler klassischer Antriebskomponenten treten unter anderem Hochvoltbatterie, Batteriemanagement, Leistungselektronik, elektrische Maschine, Hochvolt-Schütze, Isolationsüberwachung und das Lade- und Thermomanagement.
Diese Systeme stehen über Fahrzeugnetzwerke und Steuergeräte miteinander in Verbindung. Ein Fehler kann deshalb an einer ganz anderen Stelle sichtbar werden als dort, wo seine eigentliche Ursache liegt. Genau hier greift der Ansatz der logischen Diagnose: Fehlerspeicher, Istwerte, Kommunikationsdaten und elektrische Messungen werden als zusammengehörige Informationen betrachtet. Das entspricht der grundsätzlichen Diagnosephilosophie von BECKER-SYSTEMS.
Fehlercodes und Warnmeldungen müssen im Zusammenhang mit Batteriezustand, Ladezustand, Temperatur, Versorgung und Kommunikationszuständen betrachtet werden.
Je nach Fehlerbild können Spannungen, Ströme, Signale, Leitungen, Schaltzustände und Kommunikationsverläufe wichtige Hinweise auf die tatsächliche Ursache liefern.
Auch im Elektrofahrzeug bleibt das konventionelle Bordnetz ein zentraler Bestandteil. Steuergeräte, Kommunikation und viele Fahrzeugfunktionen sind weiterhin auf eine stabile Niedervoltversorgung angewiesen.
Gerade bei komplexen elektrischen Systemen ist ein gespeicherter Fehler nicht automatisch ein defektes Bauteil. Eine strukturierte Diagnose hilft, Ursache und Folge voneinander zu unterscheiden.
Auch bei Elektro- und Hybridfahrzeugen ist das Ziel nicht das bloße Auslesen von Fehlerspeichern. Entscheidend ist, aus den verfügbaren Informationen ein technisch schlüssiges Bild zu gewinnen. Original-Diagnosesysteme, Messgeräte und Oszilloskop ergänzen sich dabei zu einer Diagnose, die über den einzelnen Fehlercode hinausgeht.
